Wunderkammer „Spuren lesen“

*Ein Erfahrungsbericht von Christa Öhlinger*

Von der Wunderkammer zum Museum
Zusammengetragenes, Staunenswertes… ein Sammelsurium an Spuren aus der Tier- und Pflanzenwelt, verpackt in Schachteln, Döschen, Schatzkisten und Lederbeuteln  – das ist meine  tragbare Wunderkammer. Mit dabei sind Sachbücher, erzählende (Bilder-) Bücher und Arbeitsmaterialien: Lupen, Mikroskop, Forscherhandbuch, Etiketten, Stifte, Tücher, Holzspieße, Vitrinen aus Pet-Flaschen, Aufbewahrungsdosen, Maßband, Pinwand, Podeste, Bilderrahmen, Stempel, Stanzen, Naturmaterialien, „Schleich-Tiere“, Salzteig…
Alle Fundstücke,  Behausungen, Skelette, Federn, Eier, Fellstücke, Versteinerungen, Fallen, Losung, Schlangenhaut, Larven, Abwurfstangen, Fraßspuren… erzählen Geschichten, wenn wir mit offenen Sinnen in der Natur unterwegs sind.
Zu dieser Offenheit will ich verführen.
In der 3. und 4. Klasse VS arbeiteten je 7 Gruppen mit vorbereiteten Hinweisen am Museumskonzept:
KuratorInnen, GrafikerInnen, KünstlerInnen, ForscherInnen, TierexpertInnen, FährtenleserInnen, LiteraturexpertInnen.
So entstand im Laufe von 2 aufeinanderfolgenden Stunden eine Ausstellung, die wir dann alle miteinander bestaunten und gebührend würdigten!

Logos und Lieblingstiere



Bestimmen und in Szene setzen



FährtenexpertInnen am Werk

Kunst aus Naturmaterialien – Spurenkunst



LiteraturexpertInnen: Ferdinand Fuchs frisst keine Hühner/Claudia Boldt


Was war hier bloß los? / Gerda Muller

ForscherInnen mit dem Forscherhandbuch

Resümee:
Die Kinder waren von der „Buckelkraxen – Wunderkammer“ sehr beeindruckt und neugierig darauf, was in all den Schachteln und Dosen verpackt ist.
In den 7 Museumsgruppen wurde sehr motiviert gearbeitet. Durch die schriftlichen Hinweise brauchten die Gruppen nur wenig Hilfe.
Die Kinder kamen gut damit zurecht, sich alle benötigten Informationen selbständig aus den bereitgestellten Sachbüchern zu suchen.
Die kreative Präsentation der Ergebnisse machte ihnen sichtlich Freude.
Trotz der vielen Einzelteile meiner Mitmachstation lief alles in „geordneten Bahnen“ – das befürchtete Chaos blieb aus!
Die Klasse äußerte den Wunsch nochmals mit der Wunderkammer arbeiten zu dürfen.
(Museumsgruppenwechsel)
Mir hat die Erprobung meiner Mitmachstation in der Praxis große Freude bereitet: zu sehen, wie Kinder sich in einem sorgfältig gestaltetem und vorbereitetem Umfeld selbst bilden, sich lustvoll und kreativ mit dem Thema auseinandersetzen ist begeisternd!

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