Der kultivierte Wolf

*Vorgestellt von Priska Weber*

 

Ich klappe das Buch auf und das erste Bild erzählt schon sooo viel:

Menschen auf einem Dorfplatz: sie stehen, sitzen, arbeiten, schauen…

Ja und wie sie schauen – erstaunt, traurig, misstrauisch, böse, neugierig – denn sie sehen einen Wolf durch das Dorf wandern. Er hat ein Bündel auf der Schulter. Wohin will der hier?!

Und jetzt beginnt die eigentliche Geschichte

Der Wolf ist hungrig, sehr hungrig. Er schleicht zum nächsten Bauernhof, denn auf einem Hof gibt es immer Tiere, die man fressen kann. Doch was sieht er da? Die Tiere lesen!!! Sie ignorieren ihn, dann erklären sie ihm, dass dies ein Hof mit kultivierten Tieren sei.

 

 

So eine demütigende Niederlage lässt sich der Wolf nicht gefallen. Er will auch lesen lernen und kultiviert sein! Er bemüht sich und mit viel Mühe wird er ein schrecklich fleißiger und kultivierter Leser. Und somit ändert sich auch das Leben des Wolfes.

 

 

 

Auf der allerletzten Seite ist eigentlich derselbe Ort, wie zu Beginn – der Dorfplatz – wieder zu finden. Nur hat sich die Atmosphäre geändert: die Leute und Tiere scheinen glücklich zu sein und dieses Mal sitzt der Wolf zwischen drin …

In diesem Buch geht es auch ums Dazugehören wollen, Integration, Toleranz und das viel Mühe belohnt wird!

Es eignet sich sehr gut, um den Kindern auf eine nette und lustige Weise die Freude am Lesen und an Büchern (und Bibliotheken) zu vermitteln.

Wobei auch nur durch das Betrachten des ersten und letzten Bildes im Buch, bereits viele Geschichten ganz von alleine entstehen …

 

Der kultivierte Wolf
Becky Bloom, Robert Houlden
Bilderbuch
Lappan
1998
Pascal Biet

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