Gans der Bär – Gans praktisch

*Ein Erfahrungsbericht von Petra Forster*

 

Vor kurzem trudelte eine Einladung der Volksschule Gaflenz bei mir ein, ich könne einen Vormittag mit allen vier Klassen gestalten. Dies war für mich der passende Anlass, aus dem Buch „Gans der Bär“, von Katja Gehrmann, ein Papiertheater zu bauen. (Informationen zum Buch befinden sich in einem bereits erstellten Blog)

Aber das Theaterstück alleine war noch zu wenig. Meine mir eigens gesteckten Ziele:

  • mein junges Fachwissen über Literaturvermittlung in die Tat umzusetzen
  • die Geschichte frei zu erzählen
  • Sprachspielereien, die auch Spaß machen, einzubauen
  • SchülerInnen sollen selbstständig  mit Sprache und Buchstaben spielen
  • Sachinformationen über Kanada – da dort die Geschichte spielt
  • und nicht zu vergessen: das Autorenblatt durfte auch nicht fehlen!
  • Puh!  Aber wie?

Möglichst einfach !  –  war die Devise.

 

 

Meine Handpuppe, Lotta war nicht in ihrem Koffer, als wir ihn öffneten. Alles was wir darin fanden war ein Häufchen Buchstaben, eine Flasche Ahornsirup und ein Briefchen: „Bin auf Reisen. Könnt ihr erraten, wo ich mich befinde?“ – war darauf zu lesen.

Schnell war geklärt, dass die Buchstaben „K-A-N-A-D-A“ ergeben. Was wissen wir über Kanada, seine geographische Lage, die Landessprache, seine Fauna und Flora und vor allem – wie lange würde ein Fußmarsch nach Kanada dauern?

Am Ende einer intensiven Suche nach Frage – und Antwortkärtchen in der Bibliothek, konnten sich die SchülerInnen die Informationen völlig eigenständig beschaffen. Als Belohnung gab es eine Ahornsirup-Verkostung, bevor ich den neuen Kanada-ExpertInnen ein wenig von Katja Gehrmann erzählte.

 

Gemeinsam bauten wir die Kulisse für die  Geschichte auf. Danach trat Fuchs – mit einem sehr eigenwilligen Akzent ins Rampenlicht:

„Schmiroschmatzky, Schleckofatzky… hier riechts nach Gänsebratsky…!“ – und die Aufmerksamkeit des Publikums war gewonnen.

 

Als Überbrückung für diverse Umbauarbeiten, durften einzelne Kinder auf meiner kleinen Drehorgel spielen.

Nachdem Fuchs bei dieser Geschichte als eindeutiger Verlierer hervorgeht und am Ende noch eine „lachsige“ Ohrfeige kassiert, ist es vermutlich kein Wunder, dass ihm so manche Buchstaben durcheinander purzeln.

„Diese glöde Bans kann mir stegohlen bleiben. Auf Siederwehen!“, raunzt er noch, bevor er hinter der Bühne verschwindet.

Das war die Überleitung für das eigenständige Arbeiten in Stationen. Die SchülerInnen konnten Anagramme aus ihren Namen bilden, in Büchern blättern, in denen ebenfalls einiges durcheinander geraten war. ( Der Wechstabenverbuchsler, von Karsten Teich, Flugsaurier=Gaulfriseur, von Jens Bonnke und Stefanie Urbach, Haltet den Die !  …b, von Horst Klein …)

Mein Fazit: die erste Klasse hätte mehr Zeit benötigt, da das Lesen der Frage-und Antwortkärtchen                            länger dauerte.

Meine Frage an die fleißigen LeserInnen dieses langen Blogs:

Wie hieß das Mädchen, bei deren Anagramm „Sahneroman“ entstand?

 

 

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