Ene mene miste, es rappelt in der Bücherkiste!

*Ein Erfahrungsbericht von Priska Weber*

Von Bücherzwergen und Monstern

Bei meinen drei Veranstaltungen im Kindergarten hatte ich meine „Bücherkiste“ mit dabei.

Als die ( 5-6 jährigen) Kinder den Raum betraten, stand sie einfach da.

Natürlich vermuteten die Kinder sofort, dass Bücher drin wären. Beim ersten Mal war dem nicht so, es befand sich der Bücherzwerg drin, der durch ein Loch auf der Seite der Kiste herausschaute und mit den Kindern redete. Ansonsten war die Kiste leer. Der Zwerg war gerade erst umgezogen und seine Wohnung noch nicht eingerichtet. Also durften die Kinder zuerst einmal schöne Bilder für die Wand der Wohnung malen…
Zum Dank zeigte der Bücherzwerg den Kindern ein Buch, das er gerade gelesen hatte.

Und so ging es dann auch bei den anderen Einheiten weiter…

Bei der dritten Veranstaltung, war der Bücherzwerg supermüde und wachte erst nach längerem Klopfen auf. Er hatte gar nicht gut geschlafen, denn am Abend vorher hatte er ein Buch über Monster gelesen und dann von denen geträumt. Das war echt anstrengend. Er sprach mit den Kindern über ihre Ängste. Viele erzählten, dass sie manchmal schlecht träumten, auch von „Monstern“. Ich zeigte den Kindern „Fotos“ von Monstern, die ich eingerahmt hatte.

Auf meine Frage, wo ich diese Monster gefunden haben könnte, dauerte es eine Weile bis sie auf Bücher kamen. Natürlich stammten die alle aus Bilderbüchern.
Danach malten wir alle mal ein Monster.

Wir versammelten uns wieder auf dem Teppich und ich verteilte viel Wolle. Dann begann ich zu stricken. Die Kinder waren sehr beeindruckt, besonders als ich ihnen mitteilte, dass man auch Tiere stricken konnte. Und dann erzählte ich ihnen von einer Ziege, die super gut stricken konnte, viel besser, schneller und schöner als ich, und dann holte ich das Buch „Schneewittchen strickt Monster“ aus der Bücherkiste und begann zu erzählen. Immer wieder nahm ich einen Wollknäuel und strickte ein bisschen, wobei ich die Kinder raten ließ, was Schneewittchen z.B. mit der bunten, mit der gelben oder der grünen Wolle stricken könnte. Als die braune Wolle an der Reihe war, holte ich mein gestricktes Monster heraus und wir fauchten, brüllten und fletschten die Zähne wie ein Monster. Zum Glück ging die Geschichte gut aus.

 

Zum Schluss bekam jeder/jede noch ein Monster-Tatoo auf die Hand gemalt und es war noch Zeit, in
den vom Bücherzwerg mitgebrachten Monsterbüchern zu schmökern.

 

 

Da ich die Veranstaltung ja in ‚meinem‘ Kindergarten gemacht habe, hatten wir in den nächsten Tagen auch noch Zeit das Stricken mit Fingern auszuprobieren.

 

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