Nicht in meinem Bett!!

* Vorgestellt von Susanne Braunsteiner *

„Im Bett von Papa und Mama, genau zwischen den beiden Kopfkissen, gibt es eine kleine Kuhle – und da passe ich prima rein. In diesem kleinen Eckchen ist es so weich und so gemütlich, dass Albträume keine Chance haben.“

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So beginnt eine Geschichte, die von den phantasievollen, abenteuerlichen Gründen handelt, warum ein kleiner Junge auf gar keinen Fall in seinem eigenen Bett schlafen kann.nicht-in-meinem-bett-2

Mama und Papa haben entschieden, dass der kleine Junge in seinem eigenen Bett für große Jungen schlafen soll.

Der Junge mag sein Bett  – er kann hier super spielen – Höhle bauen, unter der großen Decke verstecken, Parkplätze für seine Autos finden…. Aber dort schlafen? Was für eine lustige Idee!!!

 

Die Eltern entwickeln die schönsten Szenarien um es dem Jungen schmackhaft zu machen in seinem eigenen Bett zu bleiben: Ein Windspiel über dem Bett um das Meeresrauschen zu hören. Oder ein Leintuch als Segel für das Piratenschiff. Mama näht rote Superheldenumhänge für die Stofftiere, damit sie ihn beschützen…..

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Jedoch der Ideenreichtum des Jungen ist unerschöpflich im erfinden von Ausreden, warum er nicht alleine schlafen kann: Das Bett ist zu hart, die Decke zu klein. Wenn ich alleine im Bett schlafe, frisst mich die Nacht auf. Eure Atemzüge haben mich in den Schlaf gewiegt…….

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All dies hilft nichts, jede Nacht schlafen sie zu dritt im Elternbett.

Mir gefällt an diesem Buch besonders gut, dass die Eltern so liebevoll, gelassen und geduldig bleiben.

Leila Brient und Emilie Angebault haben hier mit der Sprache und den Illustrationen ein Bilderbuch geschaffen, das Wärme und Geborgenheit vermittelt. Die Bilder sind sehr bunt und detailreich gestaltet. Hier kann man viel schauen, entdecken und darüber erzählen. Besonders lustig ist es, dass die Kuscheltiere des Jungen: Hase, Tiger und Krokodil fast auf jeder Seite einen eigenen Part haben. Es macht Spaß sie zu suchen.

Dieses Bilderbuch enthält kein Rezept dafür, wie man Kinder dazu bringt im eigenen Bett zu schlafen. Der kleine Junge ist eher eine Identifikationsfigur, die genauso fühlt wie sie – am besten schläft man im Elternbett.

„Nicht in meinem Bett!!: ist eine Geschichte, über die Eltern schmunzeln können. Irgendwann gelingt das Abnabeln!

Wenn man das Vorsatzpapier vorne und hinten vergleicht, könnte es ein „Happyend “ geben.

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Nicht in meinem Bett!! Book Cover Nicht in meinem Bett!!
Emilie Angebault
Bilderbuch
TintenTrinker Verlag
2015
Querformat
Leila Brient

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